Frau im Wohnzimmer entspannt sich und befindet sich in Trance
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Was ist Selbsthypnose? Die umfassende Übersicht inkl. Anleitung zum selber lernen

Wir werden uns heute intensiv mit dem Thema Selbsthypnose beschĂ€ftigen. Dabei werden wir die zahlreichen Vorteile der Technik beleuchten, von Stressabbau bis hin zur Schmerzlinderung. Wir rĂ€umen mit gĂ€ngigen Ängsten und Vorurteilen auf, die viele Menschen davon abhalten, Hypnose auszuprobieren. Und mit unserer praktischen Anleitung ermöglichen wir dir den Einstieg und zeigen dir Schritt fĂŒr Schritt, wie du dich selbst in Hypnose versetzt und den Trancezustand erreichst.

Was versteht man unter Selbsthypnose? 

Selbsthypnose ist eine Technik, bei der du deinen Geist in einen Zustand tiefer Entspannung und Fokussierung versetzt, um positive VerĂ€nderungen in deinem Leben herbeizufĂŒhren. Im Gegensatz zur Fremdhypnose, bei der ein Hypnotherapeut die Sitzung leitet, bist du bei der Selbsthypnose der KapitĂ€n deines eigenen Schiffes. Du navigierst dabei in Trance durch die Tiefen deines Unterbewusstseins, um Ziele zu erreichen, die du dir selbst gesetzt hast.

Wie ist der Ablauf bei Selbsthypnose?

Der Prozess der Selbsthypnose ist in der Regel in drei Hauptphasen unterteilt: Einleitung, Suggestion und Beendigung.

  1. Einleitung: In dieser Phase bereitest du deinen Geist und Körper auf die Selbsthypnose vor. Das kann durch AtemĂŒbungen, progressive Muskelentspannung oder die Visualisierung eines ruhigen Ortes geschehen. Ziel dabei ist es immer, in einen Zustand tiefer Entspannung zu gelangen.
  2. Suggestion: Sobald du diesen entspannten Zustand erreicht hast, beginnst du mit den Suggestionen. Dies sind positive Aussagen oder Befehle, die du dir selbst gibst, um bestimmte Ziele zu erreichen. Die Suggestionen sind so formuliert, dass sie direkt mit deinem Unterbewusstsein kommunizieren.
  3. Beendigung: Nachdem du die Suggestionen mehrmals wiederholt hast, beendest du die Selbsthypnose, indem du deinen Geist und Körper wieder in den normalen Wachzustand zurĂŒckfĂŒhrst. Dies kann durch einfaches ZĂ€hlen oder durch ein spezielles „SchlĂŒsselwort“ geschehen, das den Übergang signalisiert.

Das klingt nicht schwer – und das ist es auch nicht. Im Verlauf geben wir dir noch eine detaillierte Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung mit auf den Weg. Aber jetzt schauen wir uns zunĂ€chst an, was Selbsthypnose dir im Alltag fĂŒr Vorteile bieten kann.

Die Vorteile von Selbsthypnose – was bringt sie dir im Alltag?

Entspannung und Stressabbau

Ein primĂ€rer Nutzen der Selbsthypnose ist die Reduktion von Stress und Förderung tiefer Entspannung. In der heutigen turbulenten Welt stellt sie eine ersehnte Pause von Arbeit, sozialen Medien und weiteren Verpflichtungen dar, und ermöglicht dir eine angenehme Abkoppelung von der Außenwelt und das Erreichen innerer Ruhe und Ausgeglichenheit.

Besserer Schlaf

Selbsthypnose kann dir helfen, deinen Schlaf nachhaltig und ohne Medikamente zu verbessern. Sie fördert die Entspannung und hilft, deinen Geist zu beruhigen und so das Einschlafen deutlich zu erleichtern und die Einschlafzeit zu verkĂŒrzen.

Selbsthypnose kann darĂŒber hinaus auch dabei helfen, negative GefĂŒhle zu reduzieren, die hĂ€ufig Schlafprobleme verursachen. Durch positive Suggestionen und Affirmationen wĂ€hrend der Selbsthypnose kannst du positive Assoziationen mit dem Schlaf schaffen. Das hilft dir besonders, wenn du Schwierigkeiten hast, einzuschlafen oder aber wenn du nachts hĂ€ufig aufwachst.

Weiterhin kann die Selbsthypnose dazu beitragen, deinen Schlaf zu vertiefen, indem sie die GehirnwellenaktivitĂ€t verlangsamt. Als Teil einer gesunden Schlafhygiene kann die Praxis der Selbsthypnose zu einer entspannenden Einschlaf- und Aufwachroutine beitragen. Wissenschaftlich betrachtet, aktiviert die Selbsthypnose den Parasympathikus, der fĂŒr Entspannung und Regeneration zustĂ€ndig ist, und ermöglicht so einen tieferen und erholsameren Schlaf.

Weniger Schmerzen

Selbsthypnose hilft dir dabei, Schmerzen zu lindern. Sie fördert Entspannung und reduziert Stress, was besonders hilfreich ist, da Stress und Anspannung deine Schmerzen verschlimmern können. Durch Selbsthypnose kannst du lernen, deine Schmerzwahrnehmung zu verĂ€ndern, sodass der Schmerz fĂŒr dich weniger intensiv oder störend wird.

Die Verwendung von positiven Suggestionen und Affirmationen in einem Zustand der Selbsthypnose, etwa die Vorstellung, dass der Schmerz mit jedem Atemzug nachlĂ€sst, kann deine Schmerzwahrnehmung weiter positiv beeinflussen. Zudem kann die Selbsthypnose den Heilungsprozess unterstĂŒtzen, indem sie Stress und Anspannung abbaut, die die Heilung behindern können, und positive, heilungsfördernde Gedanken fördert.

Die Aktivierung des Parasympathischen Nervensystems durch Selbsthypnose fĂŒhrt zur Entspannung und Heilung, was zur Schmerzlinderung beitrĂ€gt. Selbsthypnose kann auch als eine Art Ablenkung dienen, die deine Aufmerksamkeit von den Schmerzen ablenkt und auf angenehmere Gedanken und Empfindungen lenkt. Schlussendlich kann durch die Verbesserung deiner SchlafqualitĂ€t mittels Selbsthypnose auch eine Schmerzlinderung erreicht werden, da besserer Schlaf entscheidend fĂŒr die Schmerzlinderung und die allgemeine Gesundheit ist.

LeistungsfÀhigkeit steigern

Du möchtest im Beruf, der Schule oder im Sport bessere Leistungen bringen? Selbsthypnose ermöglicht dir, einen Zustand tiefer Konzentration und Fokussierung zu erreichen. Das ist ein wichtiger Faktor, um deine Leistung in verschiedenen Bereichen zu verbessern.

Durch Entspannung und Stressabbau schafft die Selbsthypnose die idealen Voraussetzungen, um deine geistige und körperliche LeistungsfĂ€higkeit zu optimieren. Positive Suggestionen und Affirmationen wĂ€hrend der Selbsthypnose können dir dabei helfen, selbstsicherer zu werden und deine Ziele klarer zu sehen. Beispielsweise könnte eine Suggestion sein, dass du dich mit jedem Atemzug energiegeladener und fokussierter fĂŒhlst.

Du kannst Selbsthypnose nutzen, um mentale Blockaden zu ĂŒberwinden, die deine LeistungsfĂ€higkeit beeintrĂ€chtigen könnten. Indem du dich in einen Zustand der Selbsthypnose versetzt, kannst du negative Gedankenmuster erkennen und durch positive ersetzen. Die Aktivierung des Parasympathischen Nervensystems durch Selbsthypnose fördert die Entspannung und regenerative Prozesse, was wiederum deine allgemeine LeistungsfĂ€higkeit und Erholung verbessert. Die regelmĂ€ĂŸige Praxis der Selbsthypnose kann dir auch dabei helfen, bessere Schlafgewohnheiten zu entwickeln, was wiederum deine tĂ€gliche Energie und LeistungsfĂ€higkeit steigern kann.

So wird die Selbsthypnose zu einem kraftvollen Werkzeug, um deine LeistungsfÀhigkeit zu steigern und deine persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen.

Gewichtsreduktion

Mit der Selbsthypnose bekommst Du ein Werkzeug, um deine Essgewohnheiten zu verbessern. Durch das Erreichen eines entspannten Zustands hilft sie dir dabei, Stress abzubauen, der oft eine Ursache fĂŒr ungesundes Essen ist. Positive Suggestionen und Affirmationen können dir helfen, dein Bewusstsein fĂŒr gesunde Essgewohnheiten zu schĂ€rfen und ungesunde Muster zu erkennen. Beispielsweise könnte eine Suggestion sein, dass du dich nach frischen, nĂ€hrstoffreichen Lebensmitteln sehnst und dich nach dem Essen gut und zufrieden fĂŒhlst. Selbsthypnose kann auch dabei helfen, ein besseres VerstĂ€ndnis und eine bessere Kontrolle ĂŒber deinen Appetit zu erlangen, indem sie die bewusste Entscheidungsfindung fördert und impulsives Essen reduziert. Durch das Vertiefen deiner Konzentration und Fokussierung kannst du besser auf die Signale deines Körpers hören und unterscheiden, ob du wirklich hungrig bist oder aus anderen GrĂŒnden essen möchtest.

Die regelmĂ€ĂŸige Praxis der Selbsthypnose kann auch dazu beitragen, positive Essgewohnheiten zu festigen und dir helfen, motiviert zu bleiben, um deine ErnĂ€hrungsziele zu erreichen. Die Aktivierung des Parasympathischen Nervensystems fördert die Entspannung und kann dir dabei helfen, eine gesĂŒndere und bewusstere Beziehung zum Essen zu entwickeln. Indem du deine Aufmerksamkeit von ungesunden Essgewohnheiten ablenkst und dich auf gesunde Essgewohnheiten konzentrierst, kann Selbsthypnose ein effektiver Weg sein, um deine Essgewohnheiten zu verbessern und ein gesĂŒnderes Essverhalten zu fördern.

Selbsthypnose

Welche Rolle spielt das Unterbewusstsein?

Das Unterbewusstsein spielt eine SchlĂŒsselrolle in der Selbsthypnose. Es ist der Teil unseres Geistes, der fĂŒr unsere tief verwurzelten Überzeugungen, Emotionen und automatischen Reaktionen verantwortlich ist. Durch die gezielte Ansprache des Unterbewusstseins können wir Verhaltensmuster verĂ€ndern, GlaubenssĂ€tze neu ausrichten und sogar körperliche Reaktionen beeinflussen.

Bevor wir uns der umfassenden Anleitung zur Selbsthypnose widmen, möchte ich dir dieses Video ans Herz legen. Darin beschreibe ich dir drei ganz einfache Schritte, mit denen deine Selbsthypnose garantiert zum Erfolg wird. Du erfÀhrst, welche Rolle dein innerer Zauberer dabei spielt und worauf du besonders achten solltest.

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Unsere ausfĂŒhrliche Anleitung zum Selbsthypnose lernen

Schritt 1: Vorbereitung – Der SchlĂŒssel zu einer erfolgreichen Selbsthypnose

Die Vorbereitung ist ein oft ĂŒbersehener, aber absolut kritischer Aspekt der Selbsthypnose. Sie legt den Grundstein fĂŒr alles, was folgt, und ein sorgfĂ€ltig vorbereiteter Geist und Raum können den Unterschied zwischen einer oberflĂ€chlichen und einer tiefgreifenden Erfahrung ausmachen. Hier sind einige wichtige Überlegungen, die du bei der Vorbereitung fĂŒr deine Selbsthypnose-Sitzung berĂŒcksichtigen solltest:

Ort auswÀhlen:
Die Wahl des richtigen Ortes ist entscheidend. Du brauchst einen Raum, in dem du dich sicher und ungestört fĂŒhlst. Ein ruhiges Zimmer in deinem Zuhause wĂ€re ideal, aber es könnte auch ein abgelegener Bereich in einem Park oder ein leerer Konferenzraum in deinem BĂŒro sein. Der SchlĂŒssel ist, einen Raum zu finden, der frei von Ablenkungen ist. Ein Ort, an dem du dich entspannen kannst und der dir das GefĂŒhl gibt, "abgeschottet" von der Außenwelt zu sein, ist perfekt.

Störquellen eliminieren:
Bevor du beginnst, stelle sicher, dass alle potenziellen Störquellen ausgeschaltet sind. Das bedeutet, dein Handy in den Flugmodus zu versetzen oder ganz auszuschalten, den Fernseher und andere elektronische GerĂ€te auszumachen und sicherzustellen, dass du nicht unterbrochen wirst. Wenn du Haustiere hast, sorge dafĂŒr, dass sie wĂ€hrend der Sitzung nicht ins Zimmer kommen können.

Bequeme Position finden:
Die Position, in der du die Selbsthypnose durchfĂŒhrst, ist ebenfalls wichtig. Ob du sitzt oder liegst, ist letztlich deine Entscheidung und hĂ€ngt von deinem Komfort ab. Einige Menschen finden es einfacher, in einer sitzenden Position in Trance zu gehen, wĂ€hrend andere es vorziehen, zu liegen. Wichtig ist, dass du eine Position wĂ€hlst, in der du fĂŒr die Dauer der Sitzung bequem bleiben kannst.

Mentale Einstimmung:
Bevor du mit der eigentlichen Hypnose beginnst, nimm dir einen Moment Zeit, um dich mental einzustimmen. Ein paar tiefe AtemzĂŒge können Wunder wirken, um deinen Geist zu beruhigen und dich auf die bevorstehende Erfahrung vorzubereiten.

Indem du diese Schritte sorgfĂ€ltig durchfĂŒhrst, schaffst du die optimalen Bedingungen fĂŒr eine erfolgreiche Selbsthypnose. Du wirst feststellen, dass die Zeit, die du in die Vorbereitung investierst, sich in der QualitĂ€t deiner Erfahrung widerspiegelt.

Schritt 2: Einleitung – Der Übergang in den Trancezustand

Nachdem du die Vorbereitungen getroffen hast, ist es an der Zeit, in den eigentlichen Prozess der Selbsthypnose einzusteigen. Die Einleitung ist der Moment, in dem du deinen Geist und Körper in einen Zustand der Trance versetzt. Dies ist ein entscheidender Schritt, da er die Grundlage fĂŒr die tieferen Phasen der Selbsthypnose legt. Hier sind die SchlĂŒsselelemente fĂŒr eine effektive Einleitung:

Entspannungstechniken:
Beginne mit einer Reihe von Entspannungstechniken, um deinen Körper und Geist auf die Trance vorzubereiten. Dies kann einfache AtemĂŒbungen, progressive Muskelentspannung oder sogar eine kurze Meditation beinhalten. Ziel ist es, jegliche körperliche oder geistige Anspannung loszulassen und in einen Zustand der Ruhe zu gelangen.

Visualisierung:
Nachdem du dich entspannt hast, beginne mit der Visualisierung. Stelle dir einen Ort oder eine Situation vor, die fĂŒr dich besonders beruhigend ist. Dies könnte ein Strand, ein Wald oder ein anderer "sicherer Ort" sein. Versuche, alle deine Sinne in die Visualisierung einzubeziehen – was siehst, hörst, fĂŒhlst, riechst oder schmeckst du? Je detaillierter und lebendiger deine Visualisierung ist, desto einfacher wird es sein, in die Trance einzutauchen.

Affirmationen und SchlĂŒsselwörter:
Jetzt ist der Moment gekommen, Affirmationen oder SchlĂŒsselwörter einzufĂŒhren. Diese dienen als mentale Anker, die dir helfen, den Trancezustand zu vertiefen. WĂ€hle Worte oder SĂ€tze, die positiv und ermutigend sind, und wiederhole sie in deinem Geist. Zum Beispiel könnten Worte wie "Ruhe", "Frieden" oder "Entspannung" verwendet werden.

Körperliche Sensationen:
Sei aufmerksam fĂŒr die körperlichen Sensationen, die du wĂ€hrend der Einleitung erlebst. Du könntest ein GefĂŒhl der Schwere, WĂ€rme oder ein Kribbeln in verschiedenen Teilen deines Körpers spĂŒren. Dies sind gute Indikatoren dafĂŒr, dass du erfolgreich in den Trancezustand ĂŒbergehst.

ÜberprĂŒfung:
Nachdem du diese Schritte durchgefĂŒhrt hast, mache eine kurze ÜberprĂŒfung. FĂŒhlst du dich entspannt und fokussiert? Sind deine Gedanken klar und dein Körper ruhig? Wenn ja, bist du bereit, in die nĂ€chste Phase der Selbsthypnose ĂŒberzugehen. Wenn nicht, nimm dir noch ein paar Minuten Zeit, um die Einleitung zu vertiefen, bevor du fortfĂ€hrst.

Die Einleitung ist ein kritischer Schritt in der Selbsthypnose, und es ist wichtig, ihn nicht zu ĂŒberstĂŒrzen. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um sicherzustellen, dass du vollstĂ€ndig entspannt und fokussiert bist, denn dies wird die Grundlage fĂŒr alles Weitere legen.

Schritt 3: Vertiefung – Eintauchen in die Welt des Unterbewusstseins

Nachdem du die Einleitung erfolgreich abgeschlossen und einen entspannten Trancezustand erreicht hast, ist es an der Zeit, diesen Zustand zu vertiefen. Die Vertiefung ermöglicht es dir, einen noch tieferen Zugang zu deinem Unterbewusstsein zu erhalten, was die Wirksamkeit der folgenden Suggestionen erhöht. Hier sind einige Methoden und Techniken, um die Trance zu vertiefen:

ZĂ€hltechnik:
Eine der einfachsten Methoden zur Vertiefung der Trance ist die ZĂ€hltechnik. Beginne bei einer hohen Zahl, beispielsweise 100, und zĂ€hle langsam rĂŒckwĂ€rts. Mit jeder Zahl, die du zĂ€hlst, stell dir vor, wie du eine Stufe einer Treppe hinuntersteigst, die dich tiefer und tiefer in deinen inneren Raum fĂŒhrt.

Progressive Entspannung:
Du kannst die progressive Muskelentspannung aus der Einleitungsphase erneut verwenden, jedoch mit dem Fokus auf noch tiefere Entspannung. Gehe durch deinen Körper und entspanne jede Muskelgruppe noch intensiver. Stelle dir vor, wie eine Welle der Entspannung von deinem Kopf bis zu deinen FĂŒĂŸen fließt.

Visualisierung:
Erweitere die Visualisierung aus der Einleitungsphase. Stelle dir vor, wie du durch eine Landschaft wanderst, die fĂŒr dich besonders beruhigend ist. Mit jedem Schritt, den du machst, fĂŒhlst du dich tiefer entspannt und mehr im Einklang mit deinem inneren Selbst.

Affirmationen:
Verwende weiterhin Affirmationen oder SchlĂŒsselwörter, aber diesmal mit dem Ziel, die Trance zu vertiefen. Du könntest SĂ€tze wie "Ich bin jetzt vollkommen entspannt" oder "Ich tauche tiefer in meine innere Welt ein" verwenden.

Körperliche Sensationen:
Achte erneut auf körperliche Sensationen. Du könntest feststellen, dass die GefĂŒhle der Schwere oder WĂ€rme zunehmen. Dies ist ein gutes Zeichen dafĂŒr, dass deine Trance sich vertieft.

Anker setzen:
Ein Anker ist ein Stimulus, den du mit einem bestimmten Zustand verbindest. In der Phase der Vertiefung kannst du einen Anker setzen, indem du beispielsweise deine Daumen und Zeigefinger zusammenpresst, wÀhrend du in einem Zustand tiefer Entspannung bist. In Zukunft kannst du diesen Anker verwenden, um schneller in eine tiefe Trance zu gelangen.

SelbstĂŒberprĂŒfung:
Nachdem du diese Techniken angewendet hast, mache eine kurze SelbstĂŒberprĂŒfung. Bist du in einem Zustand tiefer Entspannung und Fokussierung? Wenn ja, bist du bereit, zur nĂ€chsten Phase ĂŒberzugehen, in der du deine Suggestionen anwendest.

Die Vertiefung ist ein entscheidender Schritt in der Selbsthypnose. Sie ermöglicht es dir, einen Zustand zu erreichen, in dem du besonders empfĂ€nglich fĂŒr positive VerĂ€nderungen bist. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um diesen Zustand zu erreichen und zu genießen.

Schritt 4: Suggestion – Kommunikation mit dem Unterbewusstsein

Nachdem du die Vertiefung erfolgreich durchgefĂŒhrt und einen tieferen Trancezustand erreicht hast, ist es nun an der Zeit, die Suggestionen anzuwenden. In dieser Phase der Selbsthypnose arbeitest du aktiv mit deinem Unterbewusstsein, um positive VerĂ€nderungen in deinem Leben herbeizufĂŒhren.

Formulierung der Suggestionen:
Bevor du mit den Suggestionen beginnst, ist es wichtig, diese klar und positiv zu formulieren. Vermeide negative Formulierungen und konzentriere dich auf das, was du erreichen möchtest, nicht auf das, was du vermeiden möchtest.

Wiederholung:
Wiederhole deine Suggestionen mehrmals in deinem Geist. Die Wiederholung hilft, die Botschaften in deinem Unterbewusstsein zu verankern.

Visualisierung:
Visualisiere die erfolgreiche Umsetzung deiner Suggestionen. Stelle dir vor, wie du dein Ziel erreichst, und erlebe die positiven GefĂŒhle, die damit verbunden sind.

GefĂŒhle einbeziehen:
Versuche, die positiven GefĂŒhle, die mit deinem Ziel verbunden sind, wirklich zu fĂŒhlen. Emotionen sind eine starke Triebkraft fĂŒr das Unterbewusstsein und können die Wirksamkeit deiner Suggestionen erhöhen.

Positive Affirmationen: 
Nutze auch positive Affirmationen, um deine Suggestionen zu verstĂ€rken. SĂ€tze wie "Ich bin fĂ€hig" oder "Ich bin es wert" können deine Suggestionen unterstĂŒtzen.

Anker nutzen:
Wenn du in der Vertiefungsphase einen Anker gesetzt hast, kannst du diesen nun nutzen, um deine Suggestionen zu verstÀrken.

SelbstĂŒberprĂŒfung:
Nachdem du deine Suggestionen angewendet hast, ĂŒberprĂŒfe, wie du dich fĂŒhlst. Bist du entspannt und positiv gestimmt? FĂŒhlst du eine Verbindung zu deinen Zielen?

Die Suggestion ist ein kraftvoller Teil der Selbsthypnose, der dir ermöglicht, direkt mit deinem Unterbewusstsein zu kommunizieren und die Weichen fĂŒr positive VerĂ€nderungen in deinem Leben zu stellen. Nutze diese Phase, um deine Ziele klar zu definieren und zu visualisieren, und um eine positive Einstellung zu fördern, die dir hilft, diese Ziele zu erreichen.

Schritt 5: Verankerung – Festigung der positiven VerĂ€nderungen

Nachdem du deine Suggestionen erfolgreich angewendet hast, ist es an der Zeit, die erzielten positiven VerÀnderungen zu verankern. In dieser Phase der Selbsthypnose arbeitest du daran, die neuen positiven Gedankenmuster und Verhaltensweisen in deinem Unterbewusstsein zu festigen.

Wiederholung der Suggestionen:
Wiederhole die Suggestionen, die du in der vorherigen Phase angewendet hast, noch einmal, um ihre Wirkung zu verstÀrken.

Visualisierung:
Visualisiere erneut den Erfolg und die positiven VerÀnderungen, die du durch die Selbsthypnose erreicht hast.

Anker setzen:
Wenn du einen Anker in der Vertiefungsphase gesetzt hast, aktiviere diesen Anker erneut, um die Verbindung zwischen dem Anker und den neuen positiven Gedankenmustern zu stÀrken.

Positive Affirmationen: 
Verwende weiterhin positive Affirmationen, um deine neue positive Einstellung zu verstÀrken.

SelbstĂŒberprĂŒfung:
Mache eine kurze SelbstĂŒberprĂŒfung, um zu sehen, wie du dich fĂŒhlst und wie sicher du dich mit den neuen positiven VerĂ€nderungen fĂŒhlst.

Schritt 6: RĂŒckkehr – Das Erwachen aus der Trance

Nachdem du die Verankerungsphase abgeschlossen hast, ist es an der Zeit, aus der Trance zurĂŒckzukehren und in den normalen Wachzustand zurĂŒckzukehren.

RĂŒckwĂ€rts zĂ€hlen:
Beginne bei 5 und zĂ€hle langsam rĂŒckwĂ€rts bis 1. Mit jeder Zahl wirst du wacher und aufmerksamer.

Körperliche Bewegung: 
Bewege sanft deine Finger und Zehen, dehne dich leicht und öffne langsam deine Augen.

Bewusstes Erwachen:
Nimm dir einen Moment Zeit, um dich auf das Erwachen vorzubereiten, und erinnere dich an die positiven Erfahrungen.

SelbstĂŒberprĂŒfung: 
ÜberprĂŒfe erneut, wie du dich fĂŒhlst. Bist du wach, aufmerksam und positiv gestimmt? Erinnere dich an die Suggestionen und Verankerungen, die du angewendet hast, und nimm dir vor, die positiven VerĂ€nderungen in deinem tĂ€glichen Leben umzusetzen.

TagebuchfĂŒhrung:
Es kann hilfreich sein, eine Art Hypnose-Tagebuch zu fĂŒhren, in dem du deine Erfahrungen, GefĂŒhle und Fortschritte nach jeder Selbsthypnose-Sitzung notierst. Dies hilft dir, deinen Fortschritt zu verfolgen und deine Techniken zu verfeinern.

Die RĂŒckkehr aus der Trance ist ein wichtiger Schritt, um die Erfahrungen und positiven VerĂ€nderungen aus der Selbsthypnose-Sitzung in deinen Alltag zu integrieren. Es ermöglicht dir, die positiven Effekte der Selbsthypnose vollstĂ€ndig zu nutzen und motiviert und bereit zu bleiben, um deine Ziele zu erreichen.

Geschrieben von Stin-Niels Musche am 7. November 2023
Stin-Niels Musche ist Hypnosetherapeut und Hypnoseausbilder. Seit 2009 in eigener Praxis tĂ€tig, begleitet er Patienten aus allen möglichen Ecken der Welt. Die Hypnosetherapie ist auf Deutsch und Englisch möglich. Die schelmische, ungezwungene und lockere Art von Stin-Niels hilft den Patienten sich schnell zu öffnen, so dass die Hypnosetherapie Ă€ußerst effizient genutzt werden kann und keine Zeit mit weniger wichtigen Dingen verschwendet wird, das Ziel bzw. den VerĂ€nderungswunsch des Patienten immer klar im Fokus.
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