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Was ist Hypnose ?
Mann schaut fragend auf seinen Laptop
Ein Beitrag von Stin-N. Musche
Stin-Niels Musche ist Hypnosetherapeut und Hypnoseausbilder. Seit 2009 in eigener Praxis tätig, begleitet er Patienten aus allen möglichen Ecken der Welt. Die Hypnosetherapie ist auf Deutsch und Englisch möglich. Die schelmische, ungezwungene und lockere Art von Stin-Niels hilft den Patienten sich schnell zu öffnen, so dass die Hypnosetherapie äußerst effizient genutzt werden kann und keine Zeit mit weniger wichtigen Dingen verschwendet wird, das Ziel bzw. den Veränderungswunsch des Patienten immer klar im Fokus.
Beitrag vom 12. März 2020
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Eine so oft gestellte Frage: Was ist Hypnose?

Die Frage, „Was ist Hypnose ?“ stellen viele Interessierte, Patienten, Klienten, aber auch Hypnosetherapeuten und Hypnotiseure immer wieder. Jedoch in verschiedenen Kontexten. Jedoch kann die Frage, was Hypnose eigentlich ist gar nicht immer so leicht mit ein paar Worten erklärt oder auch beantwortet werden. Wobei es einige klare Definitionen gibt. Aber auch hier definiert jeder die Hypnose ein bisschen anders. Wir wollen deshalb in diesem Artikel einmal näher beleuchten, was Hypnose ist. Bevor wir dies näher beleuchten, wollen wir kurz einmal einen Rückblick der Geschichte der Hypnose machen.
 

Ursprünge des Wortes „Hypnose“

Obwohl oft als eine zusammenhängende Geschichte angesehen, wurde der Begriff Hypnose in den 1880er Jahren in Frankreich geprägt, etwa zwanzig Jahre nach dem Tod von James Braid, der den Begriff Hypnose 1841 übernommen hatte.

Braid nahm den Begriff Hypnose an (der sich speziell auf den Zustand des Subjekts bezog, und nicht auf die vom Operator angewandten Techniken), um seinen eigenen, einzigartigen, subjekt zentrierten Ansatz mit denen der Operator-zentrierten Mesmeristen, die ihm vorausgingen, zu kontrastieren.
 

Hypnotismus und Monoideismus

Der schottische Chirurg James Braid prägte den Begriff „Hypnotismus“ in seinem unveröffentlichten Praktischen Aufsatz über die Heilanstalt für Neuro-Hypnotismus (1842) als Abkürzung für „Neuro-Hypnotismus“, was „Schlaf der Nerven“ bedeutet. Braid widersetzte sich heftig den Ansichten der Mesmeristen, insbesondere der Behauptung, dass ihre Auswirkungen auf eine unsichtbare Kraft namens „animalischer Magnetismus“ zurückzuführen seien, und der Behauptung, dass ihre Probanden paranormale Kräfte wie Telepathie entwickelten. Stattdessen nahm Braid eine skeptische Position ein, die von der philosophischen Schule des schottischen Common Sense Realismus beeinflusst war und versuchte, die mesmerischen Phänomene auf der Grundlage gut etablierter Gesetze der Psychologie und Physiologie zu erklären. Daher wird Braid von vielen als der erste echte „Hypnotiseur“ angesehen, im Gegensatz zu den Mesmeristen und anderen Magnetisten, die ihm vorausgingen.

Braid schrieb die „mesmerische Trance“ einem physiologischen Prozess zu, der sich aus einer verlängerten Aufmerksamkeit auf ein helles, sich bewegendes Objekt oder ein ähnliches Objekt der Fixierung ergibt. Er postulierte, dass die „langwierige Augenfixierung“ bestimmte Teile des Gehirns ermüdete und eine Trance – einen „nervösen Schlaf“ oder eine „Neuro-Hypnose“ – verursachte.

Später vereinfachte Braid den Namen zu „Hypnose“ (aus dem Griechischen ὕπνος hypnos, „Schlaf“). Als er schließlich erkannte, dass „Hypnose“ keine Art von Schlaf war, versuchte er, den Namen in „Monoideismus“ („Ein-Gedanken-Idee“) zu ändern, basierend auf einer Ansicht, die sich auf die Vorstellung einer einzigen, dominanten Idee konzentrierte; aber der Begriff „Hypnose“ und seine spätere, irreführende (um 1885) Nancy-zentrierte Ableitung „Hypnose“ blieben bestehen.

Braid wird zugeschrieben, dass er das erste Buch über Hypnose, die Neurypnologie (1843), geschrieben hat. Nach Braids Tod im Jahr 1860 ließ das Interesse an der Hypnose vorübergehend nach und verlagerte sich allmählich von Großbritannien nach Frankreich, wo die Forschung zu wachsen begann und um die 1880er Jahre mit den Arbeiten von Hippolyte Bernheim und Jean-Martin Charcot ihren Höhepunkt erreichte.

„Hypnos“ ist das griechische Wort für Schlaf. Bei der Hypnose handelt es sich dabei trotzdem nicht um Schlaf. Wenn man hier einen Vergleich oder einen ähnlichen Zustand beschreiben möchte, dann ist die Hypnose eher dem Zustand dem wach – und dem Schlafbewusstsein ähnlich.

Bei der Hypnose bzw. der hypnotischen Trance handelt es sich vielmehr um einen Zustand in dem der Hypnotisierte angstfrei, entspannt und gelöst ist. In Hypnose hat der Hypnotisierte eine veränderte Selbstwahrnehmung. In der Hypnose ist man in der Regel kreativer, hat mehr Fantasie und auch ein verbessertes Vorstellungsvermögen. Häufig treten in der Hypnose Bilder aus der Vergangenheit auf, aber auch Ideen, Gedanken oder auch Wunschbilder tauchen auf, all die Dinge, die mit dem im Zusammenhang stehen, was den Menschen gerade zu diesem Zeitpunkt stark beschäftigen. Das Erleben der Hypnose geht häufig auch mit einer deutlich veränderten Zeitwahrnehmung einher. Auch eine lange Hypnose nimmt der Hypnotisierte häufig nur als kurze Momentaufnahme wahr.

In der Hypnose ist die Wahrnehmung auf bestimmte Vorstellungen und Wahrnehmungen ausgerichtet. Man verliert die restliche Umgebung häufig aus den Augen. In unserem normalen Bewusstseinszustand oder auch Wachbewusstsein nehmen wir immer verschiedene Reize gleichzeitig wahr. In der Hypnose werden die äußerlichen Reize zunehmend unwichtiger. Dinge, die wir „wie in Trance“ tun sind also ein ganz normaler, alltäglicher Zustand. Tatsächlich ist jeder gesunde, normale Mensch mehrmals täglich in Hypnose. Wir sind zum Beispiel in einer Art Trance oder Hypnose während des Einschlafens, also zwischen noch wach sein und bevor wir einschlafen oder auch am Morgen zwischen der Schlafphase und dem tatsächlichen Aufwachen. Aber auch, wenn wir Sport machen, ein Buch lesen oder konzentriert arbeiten.

In diesem Zustand sendet das menschliche Gehirn die sogenannten Alphawellen aus. Diese schwingen mit einer Frequenz von acht bis 14 Hertz. Normalerweise wird genau dieser Zustand auch mit der Hypnose erreicht. Deltawellen und Thetawellen, die mit einer Frequenz von unter acht Hertz schwingen, sendet das Gehirn aus, wenn wir schlafen. Die „Aktivität“ unseres Gehirns kann Durch die Hypnose nur in sehr seltenen Fällen erreicht werden. Die Fähigkeit der „Alltagstrance“ wird bei der psychotherapeutischen oder medizinischen Anwendung der Hypnose gezielt und stark gefördert, sodass sie für die Lösung seelischer und, oder körperlicher Probleme eingesetzt werden.

Hypnotische Trance bzw. Hypnose gehen mit einer Harmonisierung und einer Beruhigung der inneren Rhythmen des Menschen einher. Die Hypnose führt zu einer ausgeglichenen Herz-Kreislauf-Aktivität, dass bedeutet, das der Blutdruck sich absenkt und auch die Herzfrequenz reguliert sich nach unten, zusätzlich stellt sich eine regelmäßige, langsame und ruhige Atmung ein. Die Blutgefäße erweitern sich und der Muskeltonus wird im gesamten Körper vermindert. Hypnose kann dazu führen, dass manche Reflexe vermindert ausgelöst werden können, der Stresshormonspiegel sinkt und auch das Blutbild verändert sich.
 

Eine Einführung in die Hypnose

Was ist Hypnose? Was passiert mit mir, wenn ich mich hypnotisieren lasse? Nicht wenige Menschen verbinden mit Hypnose etwas Okkultes, Praktiken, die dem Bereich der Magie zuzuordnen sind. Vielleicht erleben sie während einer Bühnenshow, wie ein prominenter Hypnotiseur in der Lage ist, Menschen aus dem Publikum durch Suggestion dazu zu bringen, völlig unsinnige Dinge zu tun – meist unter dem Gelächter der Zuschauer.
Solche Veranstaltungen gibt es. Diese Showhypnosen haben jedoch wenig mit seriösen Hypnosepraktiken zu tun. Stell Dir vor, Du hast extreme Angst vor dem Zahnarzt. Deine Zähne brauchen jedoch dringend eine Behandlung. Du kannst Dich aber nicht dazu überwinden, auf den Zahnarztstuhl zu setzen. Nun erfährst Du, dass es Zahnmediziner gibt, die eine zahnmedizinische Behandlung mit Hypnose durchführen. Deine Ängste würden verschwinden, Du könntest Dich völlig entspannt auf die notwendige Behandlung einlassen.
Oder Du leidest unter massiven Prüfungsängsten. Du hast ausreichend gelernt, eigentlich dürfte nichts schiefgehen. Aber ausgerechnet vor der Prüfungskommission funktioniert überhaupt nichts mehr.

Wir könnten diese Beispiele erweitern und würden feststellen, dass der Begriff „Hypnose“ sehr vielfältig ist. Du interessierst Dich hier für angewandte Hypnose, die Therapieform, die unter anderem Psychotherapeuten, Heilpraktiker und Ärzte als Zusatzqualifikation erlernen, um Menschen zu helfen, ihre Ängste abzubauen, Zwänge zu überwinden oder Schmerzen zu lindern.
 

Was ist Hypnose?

Der Begriff „Hypnose“ stammt vom altgriechischen Wort „hypnos“ und bedeutet ins Deutsche übersetzt „Schlaf“. Hypnotisierte schlafen jedoch nicht wirklich. Sie befinden sich in einem anderen Bewusstseinszustand, im Zustand zwischen Wachen und Schlafen. Durch einen Trancezustand erleben die Probanden einen besonders tiefenentspannten, gelösten und angstfreien Wachzustand, der die Aufmerksamkeit auf wenige, eingeschränkte Inhalte richtet. Im Hypnosezustand wird somit erreicht, dass der Fokus sich auf wesentliche Punkte beschränkt, zum Beispiel auf störende Eigenschaften, die der Hypnotisierte verändern möchte. So ist es unter Hypnose möglich, sich das Rauchen abzugewöhnen. Der Hypnotiseur spricht durch bestimmte Suggestionen das Unterbewusste an, sodass der Patient in Zukunft das Rauchen als unattraktiv empfindet und es sein lässt.

Die Hypnose ist heute als Hypnotherapie oder Hynosepsychotherapie in etlichen medizinischen und psychotherapeutischen Praxen eine anerkannte Therapieform. Sie ist in der Regel auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung erstattungsfähig. Die Wirksamkeit der Hypnose ist durch wissenschaftliche Untersuchungen hinlänglich belegt. So hat sich die hypnotische Tiefenentspannung in der Schmerztherapie sehr bewährt. Anästhesisten greifen bei Operationen auf die Hypnose zurück, wenn der Patient eine Vollnarkose ablehnt oder eine tiefe Narkose dem Kranken schaden könnte. Auch besonders geschulte Zahnmediziner wenden die Hypnotherapie bei Angstpatienten an. In der Geburtshilfe ist die Tiefenentspannung bei der Hypnose sehr segensreich. In der Psychotherapie sowie in der Psychoanalyse kann der Hypnotiseur unter anderem unbewusste Konflikte und Ängste aufdecken. Auch in der Verhaltenstherapie zeigt die Hypnose-Therapie erstaunliche Wirkungen. So kann die Flugangst durch Hypnose ihren Schrecken verlieren.
Hypnose ähnliche Zustände erreichst Du nicht nur durch Fremdhypnose, also durch einen geschulten Hypnotiseur, Du kannst Dich auch selbst hypnotisieren. Melde Dich zum autogenen Training an. Durch spezielle Übungen erfährst Du eine heilsame Tiefenentspannung. Hierbei kannst Du Prüfungsängste überwinden, Dir gelingt es, nach qualvollen schlaflosen Nächten endlich wieder entspannt einzuschlafen.
 

Das menschliche Bewusstsein

Bevor Du erfährst, wie Hypnose wirkt und bevor Du Einzelheiten der Praxis der konzentrierten Tiefenentspannung kennenlernst, ist es wichtig, dass Du über die verschiedenen Phasen unseres Bewusstseins weißt. Bereits Sigmund Freud teilte die Psyche in 3 Modelle ein: in das Ich, das Es und das Über-Ich. Während das Es die Rolle des Unbewussten einnimmt, in dem die Triebe und Emotionen wohnen, repräsentiert das Ich das Bewusstsein, das vernünftige und reflektierte Denken. Im Über-Ich hingegen wird das Gewissen gebildet. Hier manifestieren sich Werte und Einstellungen, die Vorstellung von Gut und Böse.
Heute unterscheiden wir zwischen • dem Unbewussten
• dem Unterbewusstsein
• dem Bewusstsein
• und dem kritischen Bewusstsein. Dieser Teil ist besonders für die Hypnose von Bedeutung.
 

Das Unbewusste

Das Unbewusste, auch als der „Verstand unseres Körpers“ bezeichnet, sorgt dafür, dass wir als Mensch überhaupt überleben. Ohne Grundprogrammierung, die uns in die Wiege gelegt wurde, könnten wir also nicht existieren. Zu dieser „Grundprogrammierung“ gehört vor allem das autonome Nervensystem. Es steuert unter anderem unseren Herzschlag, unsere glatte Muskulatur und es reguliert unseren Atem. Auch das Funktionieren des Blutkreislaufs, unser Immunsystem und die Verdauung sind ein Teil des Unbewussten. Unser Bewusstsein muss somit unserem Herzen nicht befehlen, zu schlagen, unser Blut fließt von selbst durch die Adern und wir leben, weil wir eigenständig atmen können. Unser Unbewusstes erledigt ohne unser Zutun existenzielle Aufgaben.

Zur Grundprogrammierung, die allen Menschen und auch Tieren angeboren ist, gehören nicht nur organische Funktionen. Auch Reflexe und Instinkte sind Bestandteil des Unbewussten. Sie sind aber nicht ausschließlich angeboren, sondern in begrenztem Maße erlernbar. So wird ein Kleinkind, das mit einer heißen Herdplatte Bekanntschaft machte, in Zukunft das Berühren dieser Energiequelle vermeiden. Dass angeborene Reflexe durch klassische Konditionierung erweitert werden können, bewiesen die Experimente des russischen Forschers Iwan Pawlow: Hunde bekamen erst dann Futter, nachdem eine Glocke geläutet hatte. Nach wiederholten Versuchen reagierte das autonome Nervensystem der Tiere mit Speichelbildung, wenn die Glocke ertönte, auch dann, wenn das Futter ausblieb. Unser Unbewusstes reagiert ähnlich, wenn wir an unsere Lieblingsnahrung denken, auch wenn uns das Essen gar nicht zur Verfügung steht.

Im Unbewussten sitzt nicht nur das autonome Nervensystem mit seinen lebenswichtigen Funktionen. Hier finden wir auch angeborene Instinkte und Reflexe. Emotionen haben hier ihren Ursprung. So empfinden wir Angst, die durch unseren Körper dringt, wenn wir bedroht werden. Wir spüren den erhöhten Herzschlag, fühlen das Blut, das in unseren Adern pocht. Unsere Körperhaltung verändert sich. Auch bei Freude reagiert unser Unbewusstes. Die Blutgefäße erweitern sich, unser Herz macht ein paar Sprünge mehr. Wir spüren eine angenehme Wärme. So ergeht es uns auch, wenn wir verliebt sind. Und wir können gar nichts dagegen tun, können unsere Gefühle nicht mit unserem Bewusstsein steuern.

Das Unbewusste verfügt über bestimmte Schutzfunktionen. So verhindert ein gesundes Immunsystem Infektionen. Schutzreflexe sorgen dafür, dass wir einem auf uns zufliegenden Ball rechtzeitig ausweichen. Oder wir lassen die Finger von der heißen Herdplatte, wenn wir zuvor Schmerz empfunden haben.
 

Das Unterbewusstsein

Du hast Dir einen neuen Laptop angeschafft. Die Festplatte dieses Gerätes ist noch völlig leer. Aber wenn Du eine Datei nach der anderen abspeicherst, erhältst Du eine Datenbank, die sich mehr und mehr erweitert. So ähnlich kannst Du Dir auch dein Unterbewusstsein vorstellen. Das Datenvolumen, das im Laufe der Zeit auf die Festplatte deines Lebens gespeichert wird, ist unermesslich. Die Programmierung deiner Persönlichkeit, deine Erfahrungen und daraus folgende Verhaltensweisen, deine positiven und negativen Erlebnisse, die täglich neuen Erkenntnisse und Informationen, die dein Weltbild beeinflussen – all das sind Daten, die deine Festplatte aufnimmt. Die Kapazität ist unbegrenzt. Unvorstellbar, wenn Du Dir vor Augen führst, dass dein Gehirn aus 100 Milliarden Gehirnzellen besteht, die auch noch miteinander vernetzt sind.

Dein Unterbewusstsein nimmt mit den Gehirnzellen alles auf, auch wenn dein Bewusstsein letztendlich nur über einen winzigen Bruchteil der riesigen Datenmengen verfügen kann.
Die Beschreibung deiner Festplatte begann nicht erst ab deiner Geburt. Schon im Mutterleib wurdest Du mit unzähligen Eindrücken konfrontiert, die für deine spätere Entwicklung von großer Bedeutung sein können. Bereits ein Embryo erlebt alle Emotionen, die auf die Mutter einströmen. Positive und negative Gefühle prägen während der Schwangerschaft das Unterbewusstsein. Etliche Schwangere meinen, zur positiven Entwicklung ihres Kindes beisteuern zu können, indem sie klassische Musik, insbesondere Werke von Mozart, abspielen. Viele buchen während der Schwangerschaft einen Yogakurs, um sich entspannen zu können.

Alle Informationen, Einstellungen, Glaubenssätze, alle Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die Dich im Laufe deines Lebens prägen, sind fest im Unterbewusstsein verankert. Deine beschriebene Festplatte ist wichtig für deine Persönlichkeitsbildung und daher schwer zu verändern. Die meisten dieser Daten sind zwar nicht präsent und momentan nicht aktiv. Dennoch kannst Du sie nicht einfach löschen. Es ist jedoch möglich, unliebsame Gewohnheiten durch Verhaltenstherapie zu ändern. Hier werden neue Informationen gespeichert, die zur positiven Verhaltensänderung beitragen können. Einen direkten Zugriff auf dein Unterbewusstsein hat jedoch die Hypnose. Durch sie können negative, Dich störende Verhaltensweisen verändert werden. Diese Veränderungen können jedoch niemals gegen deinen Willen erfolgen.

Du wirst nicht umprogrammiert. Die Schutzfunktion des Unterbewussten sorgt dafür, dass deine Persönlichkeit mit all deinen Gewohnheiten, deinen Glaubenssätzen und deinem Charakter stabil bleibt. Das liegt auch daran, dass das Unterbewusstsein nicht nur alle Informationen speichert, sondern sie auch analysiert. Somit werden Verhaltensmuster entwickelt, die sich als Teil deiner Persönlichkeit manifestieren.
 

Das Bewusstsein

Stell Dir vor, dein Unterbewusstsein würde dein Leben bestimmen. Welche dieser unzählbaren Informationen und Emotionen, die auf deiner Festplatte abgespeichert wurden, sind gerade in diesem Moment wichtig für Dich? Welches Verhalten könnte Dir gerade jetzt helfen? Es ist hoffnungslos. Du siehst, dein Unterbewusstsein mit seiner unermesslichen Datenvielfalt kann Dir in deiner Gegenwart nicht helfen. So wirst Du auch bei der Arbeit mit deinem Laptop nur die Dateien aufrufen, die gerade für deine Aufgabe wichtig sind.

Nur dein Bewusstsein kann die Informationen liefern, die Du beispielsweise gerade beim Spiel des Violinkonzerts E-Dur von Johann Sebastian Bach benötigst. Die Aufmerksamkeit ruht im Moment nur auf dieser Tätigkeit. Alles andere wäre verwirrend und Du würdest garantiert scheitern. Während das Unterbewusstsein also mit der unbeschränkten Datenflut im realen Leben völlig überfordert wäre, kann dein Bewusstsein sich lediglich auf sieben bis neun Dinge gleichzeitig konzentrieren. Nur in dieser kleinen Auswahl ist es möglich, analytisch und logisch zu denken. Ein Beispiel aus dem Alltag: Ich muss zur Arbeit, aber mein Wagen springt nicht an. Was unternehme ich also? Rufe ich den Pannendienst? Dann könnte ich mit meinem Auto nach einiger Zeit zwar wieder fahren, jedoch würde ich wahrscheinlich nicht mehr pünktlich im Büro erscheinen. Um Unannehmlichkeiten mit meinem Chef zu vermeiden, rufe ich mir lieber ein Taxi. Das würde vielleicht meine Finanzen etwas belasten, ich könnte mir dafür jedoch einen Rüffel durch meinen Chef ersparen.

Im Bewusstsein wird die Willenskraft gebildet. So kannst Du Dir vornehmen, mit dem Rauchen endlich aufzuhören. Du hast Zigarettenschachteln und Aschenbecher in den Müll geworfen, hältst Dich von rauchenden Mitmenschen fern und versuchst stattdessen, Ersatzhandlungen zu finden. Dabei könntest Du vom Regen in die Traufe geraten, indem Du Dich anstatt mit Zigaretten mit Süßigkeiten verwöhnst. Der Schritt auf die Waage wird nach kurzer Zeit erschreckende Wahrheiten zutage fördern. Es gibt jedoch gesunde Möglichkeiten, statt Raucherpausen die Luft zu verpesten: Wie wäre es mit Sport?
Bestimmte Schutzfunktionen hält auch das Bewusstsein bereit: Das logische und analytische Denken warnt uns vor Gefahren. So werden wir nicht bei Rot den Zebrastreifen überqueren.
 

Der kritische Teil des Bewusstseins

Mit unserem Bewusstsein nehmen wir ständig neue Informationen auf, die sofort auf ihre logische Schlüssigkeit überprüft werden. Bestehen sie die Analyse, sendet sie das Bewusstsein unverzüglich an den Kritischen Teil, der diese neuen Daten an das Unterbewusstsein weiterleitet. Stimmen die Informationen mit denen überein, die bereits dort gespeichert wurden, erhalten diese ihren Platz und verstärken die Glaubenssätze und die Gewohnheiten, die das Unterbewusstsein bereits fest installiert hatte. Alle weiteren Informationen, die sich im Unterbewusstsein ansiedeln möchten, werden jedoch vom Kritischen Teil des Bewusstseins abgewiesen.

Wie wirkt Hypnose?

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Wie wirkt Hypnose? Auf besondere Weise kommunizieren – dies ist durch Hypnose möglich, bei der die Menschen in einen Trancezustand versetzt werden. Es handelt sich also um einen schlafähnlichen...

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