Ein Überblick zur Retraumatisierung in der Hypnose

Immer wieder taucht das Thema „Retraumatisierung“ im Zusammenhang mit Hypnose auf. Besonders im Zusammenhang mit ursachenorientierten Verfahren. Deswegen wollen wir uns heute diesem Thema widmen.

Was ist Retraumatisierung?

Kann mir so etwas in der Hypnose passieren?

Auf was muss ich achten?

Hierzu ein kurzer Überblick und ein paar Antworten. Die Antworten, die wir hier geben, sind für die Menschen gedacht, die sich für Hypnose interessieren. Aber natürlich auch für Therapeuten. Und auch für Menschen, die als Patient in eine Hypnosetherapie gehen möchten.

Die Frage zur Retraumatisierung taucht immer wieder bei Kollegen auf, besonders dann, wenn die Hypnose noch relativ neu im eigenen Werkzeugkasten ist. Aber manche Patienten haben Sorge, dass sie in der Hypnosesitzung retraumatisiert werden.

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Halbwissen schürt Angst

Gerade bei diesem sensiblen Thema sind viele Menschen leider mit viel Halbwissen unterwegs. Dieses Halbwissen führt dann zu Mutmaßungen. Diese führen dann schlußendlich zu Aussagen, die nicht immer passend sind und Ängste schüren können.

Grundsätzlich ist es möglich, jemanden in Hypnose zu retraumatisieren. Besonders dann, wenn man auf diesem Gebiet unzureichend ausgebildet ist. Bei einem gut ausgebildeten Hypnotiseur bzw. Hypnosetherapeuten wird es nicht zu einer Retraumatisierung kommen.

Es gibt verschiedene Hypnosearten

Astrid und Stin-Niels arbeiten mit ursachenorientierten Verfahren. Das bedeutet, man sucht mit Hilfe dieser Verfahren die auslösenden bzw. ursächlichen Situationen für ein Problem. Diese werden dann sofort in der Hypnose neutralisiert, so dass diese dann keine Belastung mehr darstellen.

Der Therapeut muß dabei nicht unbedingt dahin schauen, wo das Trauma seinen Verlauf hatte. Sondern geht dahin, wo das (eigentliche) Problem entstanden ist.

Hier ist es entscheidend, dass das Problem in der auslösenden Situation gut aufgelöst und neutralisiert wird.

Da unser Gehirn nicht unterscheiden kann, ob etwas tatsächlich passiert ist oder es sich nur so angefühlt hat, wird es die Neutralisierung annehmen.

Wenn man allerdings einen Patienten in die Situation führt, diese erkennt, aber es nicht auflöst führt dies zu einer Retraumatisierung. Das passiert, weil er mit all den schlechten Erinnerungen und Gefühlen ins Hier und Jetzt zurück kommt. Und dann belasten sie ihn weiter.

Wenn also der Hypnotiseur oder der Hypnosetherapeut schlecht ausgebildet ist und nicht weiß, wie er das neutralisieren kann, kann die Retraumatisierung entstehen. Wenn der Therapeut weiß was er tut, kann und wird das nicht passieren.

Deshalb ist es wichtig zu wissen, was man tut. Denn so eine Erinnerung an ein traumatisches Ereignis kann spontan, vielleicht sogar direkt nach der Einleitung der Hypnose auftreten. Und deshalb sollte der Therapeut wissen, wie er damit umgehen kann.

Das soll jetzt aber keine Angst machen. So etwas passiert sehr selten. Die meisten Hypnosetherapeuten wissen, wie sie damit umgehen können.

Abreaktion managen

Falls du Hypnotiseur oder Hypnosetherapeut bist und das nicht weißt wie Du mit einer solchen Abreaktion umgehen sollst, schau in unserem Hypno School Prime basic Bereich vorbei., schau doch mal auf der Seite der Hypnoschool. Dort findest du eine kurze Videoerklärung. In diesem Videos erklären wir Dir alles zum Umgang mit Abreaktionen. Wenn Du dies beherrscht brauchst Du so etwas nicht zu fürchten. Besonders dann, wenn Du nicht mit analytischen Verfahren arbeitest.

Manche Menschen glauben, die Retraumatisierung könne bei einem Hypnosetherapeut passieren. Und glauben auch, daß dies bei einem gut ausgebildeten Therapeuten das nicht passieren könne. Die gut ausgebildeten Therapeuten sind in diesem Fall die psychologischen Psychotherapeuten oder auch Psychiater.

Astrid hat eine langjährige Ausbildung in Traumatherapie gemacht und weiß daher: Die Gefahr, dass einer Retraumatisierung in einer solchen Therapie auftreten kann, ist deutlich höher als in der Hypnose(therapie). 

Gefahr der Retraumatisierung in klassischer Psychotherapie

Das liegt zum einen daran, dass die Therapie in der klassischen Psychotherapie viel länger dauert. Man kann das Trauma oft nicht mit einem Termin bearbeiten. So kann es passieren, das man einen Patienten mit einem hervorgeholten Trauma, welches noch nicht neutralisiert ist, nach Hause schicken muss.

Das wird bei einem gut ausgebildeten Hypnosetherapeuten nicht passieren. Dieser kann das Trauma in der Regel schneller finden. Und dann auch deutlich schneller auflösen und neutralisieren. Dabei ist der Patient derjenige, der entscheidet, wann er sich besser fühlt. Der Patient entscheidet wann das Trauma so neutralisiert und aufgelöst ist, dass es für ihn kein Problem mehr darstellt.

Man kann also auch bei einer klassischen Verhaltenstherapeutischen Traumatheapie retraumatisiert werden.

Letzendes muss jeder selbst entscheiden, welche Therapieform die passende ist.