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Traumatherapie mit Hypnosetherapie
Zwei Holzfiguren, die sich tröstend umarmen

Ein Beitrag von Astrid Krimmel

Mein Name ist Astrid Krimmel. Seit 1989 arbeitete ich als examinierte Krankenschwester in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Fulda gAG, bevor ich mich schließlich komplett dazu entschieden habe, ganz in die Selbstständigkeit zu gehen um meine ganze Kraft und mein Wissen an meine Klienten weiterzugeben und zu helfen. Ich habe eine sehr intensive und qualitativ hochwertige Ausbildung zur Hypnotiseurin und Hypnosetherapeutin absolviert. Anschließend machte ich verschiedene Weiterbildungen auf diesem Gebiet. U.a. mehrere Ausbildungen in Kinderhypnose, Hypnose ohne Worte ( Simpson Protocol), Hypnose bei Sexualstörungen, Spirituelle Hypnose usw.
Beitrag vom 6. April 2020
Hypnosetherapie | Traumatherapie

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass auch hier Vertrauen die wichtigste Basis ist. Ohne Vertrauen gelingt aus meiner Sicht keine Therapie vollständig. Deshalb liegt mein Fokus (und hoffentlich auch der, der Therapeuten, die ich aus- und weitergebildet habe) darauf.

Wichtig ist es, auch hier darauf hinzuweisen, dass wir das nur im Team, also zusammen, bearbeiten können. Und wenn hier jeder 100% seiner Energie gibt, dann können wir ganz viel erreichen. Wann wir damit ans Ziel kommen, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich bin bereit, alles zu geben.

Daher kann es passieren, dass, bevor wir mit der Hypnosetherapie loslegen können, evtl. auch mehrere Vorgespräch brauchen. Das ist zwar eher selten, dass es mehrere Vorgespräche braucht, aber es sollte wirklich erst mit dem Arbeiten begonnen werden, wenn die Vertrauensbasis aufgebaut ist.

Es ist wichtig, dass sich bei dem Betroffenen keine Ängste vor dem Therapeuten oder der Methode entwickeln. Alle Fragen dürfen gestellt werden und sollten so beantwortet werden, dass die Betroffenen alles verstanden haben.
Zeitaufwand: etwa 1-4 Stunden.

Und wenn wir bereit sind, dann geht es los. In einer guten Atmosphäre und auch mit einer gewissen Neugier oder auch eine Aufregung. Das halte ich sogar für sehr wichtig, weil Neugier uns antreibt.

Zunächst erfolgt eine Einleitung in die Hypnose. Dabei fühlen sich manche Menschen entspannt. Der Sinn ist es, die Aufmerksamkeit auf das innere Geschehen zu lenken. Das was im Außen passiert, interessiert mich dann kaum noch. So als würde ich einen spannenden Film schauen oder ein tolles Buch lesen. Wenn ich mit der Aufmerksamkeit dabei bin, interessiert es mich meist gar nicht, wenn der Nachbar den Rasenmäher benutzt – es ist mir egal.

Dann suchen wir gemeinsam einen sicheren, inneren Wohlfühlort auf. Dieser bietet uns Sicherheit und oft auch die Erkenntnis, das es auch in meinem Leben Dinge gab, die sich gut angefühlt haben.
Ich war sehr erstaunt, als eine Dame sich in der Sitzung im Arm von ihrem Vater wahrnehmen konnte. Sie selbst hatte geglaubt, ihr Vater sei nur gemein und schwächend ihr gegenüber aufgetreten. Alleine dieser kurze Moment war für sie wie ein kleines Geschenk.

Dann geht es weiter. Wir suchen gemeinsam und mit dem Gefühl der Sicherheit (jeder Betroffene weiß, dass er sich in einem hypnotischen Zustand befindet und er alles rückblickend betrachtet) die Situation auf, in der wir das Schlimme erlebt haben.
Das Interessante an der Arbeit in der Hypnose ist, dass man sich als Betroffener in der Situation wieder erkennt. Ich muss es also nicht lange beschreiben, sondern ich erfasse alles innerhalb weniger Sekunden.

Dann kommt ein sehr spannender Moment. Es ist im hypnotischen Trancezustand möglich, sich diese Situation zu erklären. Häufig sind dort Todesängste entstanden, die uns in einen lähmenden Zustand versetzt haben. Die uns die Möglichkeit geraubt haben, in dieser Situation anders zu reagieren.

Wir kennen das alle, wie oft denken wir: wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich einiges anders gemacht. Somit haben uns in diesem Moment Informationen gefehlt.
Und das können wir nun nachliefern. Da wir uns in dieser (möglicherweise lähmenden) Situation befinden und eine Gefahr wittern, berauben wir uns der Möglichkeit, anders zu reagieren.
Wir können nun, im Trancezustand, diese Informationen „nachliefern“.

Diese Situation sollte also wirklich gut bearbeitet werden. Und das Wunderbare daran ist, dass man als Betroffener direkt die Erleichterung spürt. Man erkennt, dass es verarbeitet ist und hat das Gefühl, ein großer Brocken wird von der Seele genommen.
Ich erkenne das oft daran, dass die Betroffenen dann beginnen zaghaft zu lächeln oder tief durchatmen und spüren, dass eine Last gegangen ist.

Dabei ist es mir wichtig zu erklären, dass ich hier Lösungsvorschläge zur Veränderung mache. Der Betroffene hat dabei die Entscheidung, ob das zu ihm passt. Es sollte hier wirklich nach dem eigenen Gefühl geschaut werden.

  • „Möchte ich die Lösung, diese Information annehmen?“
  • „Passt das zu meinem Leben und mir?“
  • „Fühle ich mich dabei gut?“

Die Aufgabe des Therapeuten ist es hier, das gemeinsam zu erarbeiten.
Ausreichende Lösungsideen und verschiedene Ansätze zu haben, um die Therapie auch auf verschiedenen Wegen begleiten zu können.

Das wichtige ist, unser Gehirn kann nicht unterscheiden, ob etwas tatsächlich passiert ist oder ob ich es mir nur vorgestellt habe. Das kann man auch daran sehen, dass wir uns vielleicht über etwas bestimmtes Gedanken machen, z.B. ein Vorstellungsgespräch. Und alleine der Gedanke daran macht uns vielleicht ein ungutes Gefühl. Auch da habe ich nur aufgrund meiner Gedanken reagiert.

Dieses Phänomen können wir innerhalb der Hypnose nutzen. Wir gehen zurück in diese Situation und erkennen hier unsere Ängste. Jetzt erfahren wir jedoch, dass das, was wir vermuten, was hier passiert, vielleicht gar nicht eintritt und erfahren schnelle Erleichterung. Vielleicht erkennen wir auch, dass es passiert, aber dass wir es überleben.

Anschließend werden diese neuen Erkenntnisse direkt im Unterbewusstsein verfestigt. Das geschieht so, dass unser Bewusstsein diese neuen Informationen erkennt und annimmt.

Ich kann nicht genau sagen, wie lange es dauern wird, solche Traumata zu verbessern oder gar aufzulösen. Mein Ziel ist es immer, jede traumatische Situation, die innerhalb einer Sitzung auftaucht, solange zu bearbeiten, bis diese kein Problem mehr darstellt. Dabei ist immer der Betroffene, der mir berichtet, wann er die Erleichterung annimmt. Wann es sich für ihn gut anfühlt.

Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass hier nicht alle traumatischen Erlebnisse einzeln angeschaut werden müssen. Es ist eher so, dass manche Erfahrungen zusammen hängen und löst man etwas auf, verbessert sich das Leben auch in anderen Bereichen.
Ähnlich wie bei einer Perlenkette. Wir müssen nicht alle Perlen einzeln anschauen, sondern wir lösen den Knoten auf, der die Perlen festhält.
Geschätzter Zeitaufwand: 2-8 Sitzungen

Auch wenn sich das für viele vielleicht fast unglaublich anhört, das sind tatsächlich die Erfahrungen, die ich gemacht habe. Und zwar nicht erst seit Kurzem, sondern seit über sechs Jahren in fast täglicher Arbeit.

Traumatherapie mit Hypnosetherapie kannst Du hier lernen.

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