Facebook Pixel
Kontraindikationen zur Hypnose und Hypnosetherapie

Ein Beitrag von Stin-Niels Musche

Beitrag vom 25. Mai 2018

Tipps und Tricks | Blog

In diesem Beitrag geht es um die Kontraindikationen der Hypnosetherapie, also um Gegenanzeigen. Um unerwünschte Wirkungen, die bei einer Hypnosesitzung auftreten können.

Die Hypnose ist eine Heilmethode, die bei vielen Leiden helfen und zu einer deutlichen Verbesserung führen kann. Aber nicht bei allen. Es gibt ein paar Ausnahmen.

Bei einigen Krankheiten, kann es sogar gefährlich sein, wenn man hypnotisiert wird.
Eine Kontraindikation nennt man auch Gegenanzeige. Das kann zum Beispiel eine Krankheit sein, bei der irgendein Medikament, eine Heilpraktik oder eine Behandlungsmethode Schaden anrichten kann.  Astrid Krimmel und Stin-Niels Musche nennen diejenigen Krankheiten, bei denen man Hypnose nicht anwenden darf bzw. sollte.

Du möchtest künftig kein Video mehr verpassen und auch sonst gern unregelmäßig informiert werden, wenn wir neues Videos oder andere Informationen online stellen?
Dann trage Dich einfach in unseren Newsletter ein.

Neue Videos gibt’s in er Regel jeden Freitag (und manchmal auch Montags).

Eine Kontraindikation der Hypnose ist zum Beispiel ein akuter Herzinfarkt. Eine weitere ein akuter Schlaganfall. Oder bei bekannter Thrombose. Es bilden sich in beiden Fällen kleine Blutgerinnsel. Diese können im Verlauf der Hypnosesitzung in die Blutbahn gelangen. Dort können sie dann weitere, logischerweise gefährliche, Schäden anrichten.

Andere Krankheitsbilder bei welchen die Hypnose nicht angewendet werden sollte sind die Schizophrenie bei einem akuten Schub. Sowie bei einer akuten Psychose. Der Grund ist, dass man in so einem Zustand dem Hypnosetherapeuten nicht folgen kann, die Behandlung also zu keinem Ziel führt. – Gefährlich ist sie allerdings dann nicht. Der Therapeut dringt dann zum Patienten nur einfach nicht durch.

Neben den absoluten Kontraindikationen gibt es noch die sogenannten relativen Kontraindikation. Das heißt, der Hypnosetherapeut oder die Hypnosetherapeutin sollte so professionell sein, selbst beurteilen zu können, ob er mit dem Problem des Patienten arbeiten kann oder nicht. Also einen Patienten nicht behandeln, wenn er sich das aufgrund mangelnder Erfahrung nicht zutraut. Der Hypnosetherapeut sollte seine eigenen Grenzen kennen. Das sollte man vor allem bei der Ausbildung zum Hypnosetherapeuten beachten, also sich wirklich nur von einem erfahrenen Hypnotiseur ausbilden lassen.

Juristische Gründe warum ein professioneller Hypnosetherapeut keine Hypnosesitzung mit einem Patienten abhalten sollte, gibt es allerdings keine. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, die die Hypnosetherapie verbietet, so etwas stellt keine Kontraindikation dar.

1 Kommentar

  1. Klaus Funke

    Ihr habt vergessen, zu sagen, dass eine absolute Kontraindikation für eine Hypnosetherapie der Unwille des Klienten darstellt, eine Hypnose vornehmen zu lassen. Wichtig ist auch, dass manche Klienten ihren wahren Gesundheitszustand gar nicht kennen (Herzschwäche, chronische asthmastoide Bonchitis, unbekannte Thrombose, Aussackung der Hauptschlagader im Gehirn oder im Bauch usw.). Wenn der Therapeut hier nicht gründlich recherchiert oder Gesundheitsberichte des Hausarztes anfordert, können gefährliche Situationen entstehen. Wer trägt dann bei Komplikationen die (auch) juristische Verantwortung?

Einen Kommentar abschicken