Oft kommt es bei Hypnose-Sitzungen zu einer sogenannten Abreaktion.

Eine Abreaktion entsteht, wenn der Klient plötzlich ein unangenehmes, schmerzliches Gefühl empfindet. Dieses Phänomen äußert sich beispielsweise in Zittern, schwerer Atmung oder auch Weinen. Manche Klienten beginnen auch, um sich zu schlagen oder zu schreien. Hier ist der Therapeut gefragt. Oberstes Gebot für den Hypnose-Therapeuten ist es natürlich, immer ruhig und gelassen zu bleiben. Wenn also unser Klient in eine für ihn unangenehme Lage regrediert und Anzeichen einer Abreaktion aufweist, muss der Therapeut richtig reagieren. Wie das funktioniert, erfahren Sie bei uns!

Wie reagieren wir richtig auf eine Abreaktion in der Hypnose?

Wenn es bei der Hypnose-Sitzung um eine Hypnose zur Entspannung geht, dann holen wir den Klienten aus der Abreaktion heraus. Durch Suggestionen lässt der Therapeut die schlimmen Gefühle einfach verschwinden. Durch Wiederholung einfacher Sätze wie „Konzentriere dich auf deine Atmung,“ holen wir den Klienten aus der unangenehmen Situation. Sobald er wieder ruhig ist, können wir mit der Hypnosesitzung fortfahren. Es ist sehr wichtig, den Klienten während einer Abreaktion nicht anzufassen. Denn dadurch könnten wir einen sogenannten „Anker“ setzen, der im Wachzustand bei Wiederholung derselben Berührung wieder die negativen Gefühle hervorrufen könnte.

Bei einer Abreaktion bleibt der Therapeut ruhig

Sollte eine Abreaktion jedoch in einer Hypnosebehandlung mit therapeutischem Auftrag auftauchen, kann der Therapeut sie ausnutzen, um beispielsweise eine Regression einzuleiten. Dadurch kann in der Hypnose aufgedeckt werden, woher diese negativen Gefühle kommen und wann und wo der Klient sie zum ersten Mal gefühlt hat. Wenn es für den Klienten während der Hypnose-Sitzung zu stark wird und er seine Gefühle kaum ertragen kann, dann sollte der Therapeut ihn aus der Situation herausholen. Das kann man machen, indem man an den sicheren Ort zurückführt, den man zu Sitzungsbeginn mit ihm vereinbart hat. Oder auch, indem man Sätze wiederholt wie: „Die Szene verblasst. Konzentriere dich auf deine Atmung.“ Der Therapeut muss währenddessen ganz ruhig bleiben. Auch bei der therapeutischen Hypnosesitzung darf der Klient, der abreagiert, nicht angefasst werden.