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Traumatherapie mit Hypnose

Vertrauen als Grundlage fĂŒr die Therapie

ZunÀchst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass auch hier Vertrauen die wichtigste Basis ist. Ohne Vertrauen gelingt aus meiner Sicht keine Therapie vollstÀndig. Deshalb liegt mein Fokus (und hoffentlich auch der, der Therapeuten, die ich aus- und weitergebildet habe) darauf.

Wichtig ist es, auch hier darauf hinzuweisen, dass wir das nur im Team, also zusammen, bearbeiten können. Und wenn hier jeder 100% seiner Energie gibt, dann können wir ganz viel erreichen. Wann wir damit ans Ziel kommen, kann ich natĂŒrlich nicht sagen, aber ich bin bereit, alles zu geben.

Daher kann es passieren, dass, bevor wir mit der Hypnosetherapie loslegen können, evtl. auch mehrere VorgesprÀch brauchen. Das ist zwar eher selten, dass es mehrere VorgesprÀche braucht, aber es sollte wirklich erst mit dem Arbeiten begonnen werden, wenn die Vertrauensbasis aufgebaut ist.

Es ist wichtig, dass sich bei dem Betroffenen keine Ängste vor dem Therapeuten oder der Methode entwickeln. Alle Fragen dĂŒrfen gestellt werden und sollten so beantwortet werden, dass die Betroffenen alles verstanden haben.
Zeitaufwand: etwa 1-4 Stunden.

Und wenn wir bereit sind, dann geht es los. In einer guten AtmosphĂ€re und auch mit einer gewissen Neugier oder auch eine Aufregung. Das halte ich sogar fĂŒr sehr wichtig, weil Neugier uns antreibt.

Einleitung der Hypnose

ZunĂ€chst erfolgt eine Einleitung in die Hypnose. Dabei fĂŒhlen sich manche Menschen entspannt. Der Sinn ist es, die Aufmerksamkeit auf das innere Geschehen zu lenken. Das was im Außen passiert, interessiert mich dann kaum noch. So als wĂŒrde ich einen spannenden Film schauen oder ein tolles Buch lesen. Wenn ich mit der Aufmerksamkeit dabei bin, interessiert es mich meist gar nicht, wenn der Nachbar den RasenmĂ€her benutzt – es ist mir egal.

Dann suchen wir gemeinsam einen sicheren, inneren WohlfĂŒhlort auf. Dieser bietet uns Sicherheit und oft auch die Erkenntnis, das es auch in meinem Leben Dinge gab, die sich gut angefĂŒhlt haben.
Ich war sehr erstaunt, als eine Dame sich in der Sitzung im Arm von ihrem Vater wahrnehmen konnte. Sie selbst hatte geglaubt, ihr Vater sei nur gemein und schwĂ€chend ihr gegenĂŒber aufgetreten. Alleine dieser kurze Moment war fĂŒr sie wie ein kleines Geschenk.

Dann geht es weiter. Wir suchen gemeinsam und mit dem GefĂŒhl der Sicherheit (jeder Betroffene weiß, dass er sich in einem hypnotischen Zustand befindet und er alles rĂŒckblickend betrachtet) die Situation auf, in der wir das Schlimme erlebt haben.
Das Interessante an der Arbeit in der Hypnose ist, dass man sich als Betroffener in der Situation wieder erkennt. Ich muss es also nicht lange beschreiben, sondern ich erfasse alles innerhalb weniger Sekunden.

Dann kommt ein sehr spannender Moment. Es ist im hypnotischen Trancezustand möglich, sich diese Situation zu erklÀren. HÀufig sind dort TodesÀngste entstanden, die uns in einen lÀhmenden Zustand versetzt haben. Die uns die Möglichkeit geraubt haben, in dieser Situation anders zu reagieren.

Wir kennen das alle, wie oft denken wir: wenn ich damals gewusst hĂ€tte, was ich heute weiß, hĂ€tte ich einiges anders gemacht. Somit haben uns in diesem Moment Informationen gefehlt.
Und das können wir nun nachliefern. Da wir uns in dieser (möglicherweise lÀhmenden) Situation befinden und eine Gefahr wittern, berauben wir uns der Möglichkeit, anders zu reagieren.
Wir können nun, im Trancezustand, diese Informationen „nachliefern“.

Diese Situation sollte also wirklich gut bearbeitet werden. Und das Wunderbare daran ist, dass man als Betroffener direkt die Erleichterung spĂŒrt. Man erkennt, dass es verarbeitet ist und hat das GefĂŒhl, ein großer Brocken wird von der Seele genommen.
Ich erkenne das oft daran, dass die Betroffenen dann beginnen zaghaft zu lĂ€cheln oder tief durchatmen und spĂŒren, dass eine Last gegangen ist.

Dabei ist es mir wichtig zu erklĂ€ren, dass ich hier LösungsvorschlĂ€ge zur VerĂ€nderung mache. Der Betroffene hat dabei die Entscheidung, ob das zu ihm passt. Es sollte hier wirklich nach dem eigenen GefĂŒhl geschaut werden.

  • „Möchte ich die Lösung, diese Information annehmen?“
  • „Passt das zu meinem Leben und mir?“
  • „FĂŒhle ich mich dabei gut?“

Die Aufgabe des Therapeuten ist es hier, das gemeinsam zu erarbeiten.
Ausreichende Lösungsideen und verschiedene AnsÀtze zu haben, um die Therapie auch auf verschiedenen Wegen begleiten zu können.

Das wichtige ist, unser Gehirn kann nicht unterscheiden, ob etwas tatsĂ€chlich passiert ist oder ob ich es mir nur vorgestellt habe. Das kann man auch daran sehen, dass wir uns vielleicht ĂŒber etwas bestimmtes Gedanken machen, z.B. ein VorstellungsgesprĂ€ch. Und alleine der Gedanke daran macht uns vielleicht ein ungutes GefĂŒhl. Auch da habe ich nur aufgrund meiner Gedanken reagiert.

Dieses PhĂ€nomen können wir innerhalb der Hypnose nutzen. Wir gehen zurĂŒck in diese Situation und erkennen hier unsere Ängste. Jetzt erfahren wir jedoch, dass das, was wir vermuten, was hier passiert, vielleicht gar nicht eintritt und erfahren schnelle Erleichterung. Vielleicht erkennen wir auch, dass es passiert, aber dass wir es ĂŒberleben.

Anschließend werden diese neuen Erkenntnisse direkt im Unterbewusstsein verfestigt. Das geschieht so, dass unser Bewusstsein diese neuen Informationen erkennt und annimmt.

Ich kann nicht genau sagen, wie lange es dauern wird, solche Traumata zu verbessern oder gar aufzulösen. Mein Ziel ist es immer, jede traumatische Situation, die innerhalb einer Sitzung auftaucht, solange zu bearbeiten, bis diese kein Problem mehr darstellt. Dabei ist immer der Betroffene, der mir berichtet, wann er die Erleichterung annimmt. Wann es sich fĂŒr ihn gut anfĂŒhlt.

Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass hier nicht alle traumatischen Erlebnisse einzeln angeschaut werden mĂŒssen. Es ist eher so, dass manche Erfahrungen zusammen hĂ€ngen und löst man etwas auf, verbessert sich das Leben auch in anderen Bereichen.
Ähnlich wie bei einer Perlenkette. Wir mĂŒssen nicht alle Perlen einzeln anschauen, sondern wir lösen den Knoten auf, der die Perlen festhĂ€lt.
GeschÀtzter Zeitaufwand: 2-8 Sitzungen

Auch wenn sich das fĂŒr viele vielleicht fast unglaublich anhört, das sind tatsĂ€chlich die Erfahrungen, die ich gemacht habe. Und zwar nicht erst seit Kurzem, sondern seit ĂŒber sechs Jahren in fast tĂ€glicher Arbeit.

Traumatherapie mit Hypnosetherapie kannst du hier lernen

Geschrieben von Stin-Niels Musche am 6. April 2020
Stin-Niels Musche ist Hypnosetherapeut und Hypnoseausbilder. Seit 2009 in eigener Praxis tĂ€tig, begleitet er Patienten aus allen möglichen Ecken der Welt. Die Hypnosetherapie ist auf Deutsch und Englisch möglich. Die schelmische, ungezwungene und lockere Art von Stin-Niels hilft den Patienten sich schnell zu öffnen, so dass die Hypnosetherapie Ă€ußerst effizient genutzt werden kann und keine Zeit mit weniger wichtigen Dingen verschwendet wird, das Ziel bzw. den VerĂ€nderungswunsch des Patienten immer klar im Fokus.
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